Fenster putzen im Winter: So gelingt die Reinigung bei Kälte

Fenster putzen im Winter: So gelingt die Reinigung bei Kälte

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Fenster putzen im Winter ist grundsätzlich möglich – allerdings spielen Temperatur, Wetter und die richtige Vorgehensweise eine größere Rolle als in den wärmeren Monaten. Besonders bei Frost kann Reinigungswasser schnell gefrieren, während sehr kalte Scheiben empfindlicher auf starke Temperaturunterschiede reagieren können. Wer seine Fenster auch in der kalten Jahreszeit sauber halten möchte, sollte deshalb nicht einfach nach dem gewohnten Sommer-Schema vorgehen. Oft reicht es, einen milden Wintertag abzuwarten, gezielt die wirklich verschmutzten Flächen zu reinigen und Innen- und Außenseite getrennt zu betrachten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann sich Fensterputzen bei Kälte lohnt, worauf Sie bei Minusgraden achten sollten und wie Sie auch im Winter möglichst sicher und streifenfrei reinigen.

Kann man Fenster im Winter putzen?

Ja, Fenster lassen sich auch im Winter reinigen. Entscheidend ist jedoch, unter welchen Bedingungen die Arbeit stattfindet.

An einem trockenen, frostfreien Wintertag spricht grundsätzlich nichts gegen eine normale Fensterreinigung. Schwieriger wird es, wenn die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt fällt, die Scheiben stark ausgekühlt sind oder Wasser auf Rahmen und Fensterbank gefriert.

Wann eine Fensterreinigung im Winter sinnvoll ist

Eine Reinigung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn sich deutlich sichtbare Ablagerungen gebildet haben. Dazu gehören Straßenschmutz, Staub, Wasserflecken, Fingerabdrücke oder Verschmutzungen an Terrassen- und Balkontüren.

Gerade die Innenseiten der Fenster können unabhängig von der Außentemperatur häufiger gereinigt werden.

Wie oft eine Reinigung grundsätzlich sinnvoll ist, erklären wir ausführlich im Ratgeber Wie oft Fenster putzen?.

Wann man besser warten sollte

Bei starkem Frost, Eisbildung oder sehr kaltem Wind ist es meist sinnvoller, die Außenreinigung zu verschieben.

Wenn Wasser unmittelbar auf Scheibe, Rahmen oder Fensterbank gefriert, wird die Reinigung nicht nur schwieriger. Auch angrenzende Flächen können rutschig werden.

Für eine umfangreiche Außenreinigung ist deshalb ein milder Wintertag meist die bessere Wahl.

Fenster putzen bei Kälte – worauf sollte man achten?

Bei Kälte verändert sich vor allem der Umgang mit Wasser. Es kühlt schneller ab und kann bei entsprechend niedrigen Temperaturen auf Außenflächen gefrieren.

Deshalb sollte im Winter mit möglichst wenig Wasser gearbeitet werden. Überschüssige Feuchtigkeit auf Scheiben, Rahmen und Fensterbank sollte direkt entfernt werden.

Die richtige Temperatur zum Fensterputzen

Eine universelle Idealtemperatur für alle Fenster gibt es nicht. Neben der Außentemperatur spielen auch Wind, Sonneneinstrahlung, Verglasung und die Temperatur der Scheibe selbst eine Rolle.

Für die Praxis sind milde, frostfreie Tage am angenehmsten. Rund um den Gefrierpunkt sollte nur wenig Wasser verwendet und die Scheibe zügig getrocknet werden. Bei deutlichem Frost ist es meist sinnvoller, die Außenreinigung zu verschieben.

Was passiert bei sehr kalten Scheiben?

Bei kalten Scheiben sollte auf sehr heißes Reinigungswasser verzichtet werden. Entscheidend ist dabei nicht allein die absolute Temperatur des Glases, sondern vor allem der Temperaturunterschied zwischen verschiedenen Bereichen der Scheibe.

Pilkington erklärt, dass unterschiedlich stark erwärmte oder abgekühlte Bereiche eines Glases zu thermischen Spannungen führen können. Überschreiten diese Spannungen die Belastbarkeit des Glases, kann ein thermischer Bruch entstehen. Einfluss darauf haben unter anderem Glasart, Beschattung, Sonneneinstrahlung und Einbausituation.

Für die Reinigung im Winter ist deshalb leicht temperiertes Wasser die bessere Wahl als sehr heißes Wasser auf stark ausgekühltem Glas.

Fenster putzen bei Minusgraden – geht das überhaupt?

Bei leichten Minusgraden kann eine Reinigung technisch möglich sein, für Privathaushalte ist sie jedoch häufig weder komfortabel noch notwendig.

Das Hauptproblem besteht darin, dass Wasser auf kalten Außenflächen gefrieren kann. Betroffen sind nicht nur die Glasscheiben, sondern auch Rahmen, Fensterbänke und angrenzende Flächen.

Welche Risiken Frost mit sich bringt

Bei Frost können mehrere Probleme auftreten:

  • Reinigungswasser kann auf der Scheibe anfrieren,
  • Feuchtigkeit kann sich an Rahmen und Fugen sammeln,
  • Fensterbänke und Böden können glatt werden,
  • das Abziehen der Scheibe wird schwieriger,
  • eine streifenfreie Trocknung wird deutlich aufwendiger.

Ist die Verschmutzung nur optisch störend, lohnt es sich häufig, auf einen milderen Tag zu warten.

Warum sehr heißes Wasser keine gute Lösung ist

Bei Frost scheint sehr heißes Wasser zunächst praktisch. Für stark ausgekühlte Scheiben ist das jedoch keine gute Idee.

Wie Pilkington erläutert, entstehen thermische Spannungen durch Temperaturunterschiede innerhalb des Glases – nicht allein durch eine bestimmte absolute Temperatur. Ein unnötig starker Temperaturwechsel sollte deshalb vermieden werden.

Besser ist leicht temperiertes Wasser in kleiner Menge.

Welche Temperatur ist ideal zum Fensterputzen?

Eine einzelne Temperatur, die für jedes Fenster ideal ist, lässt sich nicht seriös festlegen.

Für die Praxis gilt: Frostfreie und milde Bedingungen sind am unkompliziertesten. Je näher die Temperatur am Gefrierpunkt liegt, desto wichtiger werden sparsamer Wassereinsatz und schnelles Trocknen.

BedingungenEmpfehlung
Mild und frostfreiGute Bedingungen für Innen- und Außenreinigung
Um den GefrierpunktWenig Wasser verwenden und direkt trocknen
Leichter FrostAußenreinigung nur bei tatsächlichem Bedarf
Deutlicher FrostReinigung möglichst verschieben
Kalter WindAußenreinigung eher vermeiden
Sonniger WintertagAuf unterschiedlich erwärmte Glasflächen achten

Die Tabelle dient als praktische Orientierung und nicht als technische Grenzwertempfehlung.

Innen- und Außenseite getrennt betrachten

Im Winter müssen nicht automatisch beide Seiten eines Fensters gleichzeitig geputzt werden.

Innen entstehen vor allem Fingerabdrücke, Staub und Fettablagerungen. Diese lassen sich auch bei Frost entfernen.

Die Außenseite ist dagegen direkt von Temperatur, Niederschlag und Wind abhängig. Deshalb kann es sinnvoll sein, im Winter nur die Innenseiten zu reinigen und die größere Außenreinigung auf einen milderen Tag zu verschieben.

Fenster putzen bei Sonnenschein im Winter

Sonnenschein ist im Winter nicht automatisch ideal zum Fensterputzen.

Direktes Sonnenlicht kann einzelne Glasflächen stärker erwärmen als beschattete Bereiche. Dadurch kann Reinigungswasser auf einem Teil der Scheibe schneller trocknen.

Warum Wintersonne trotzdem Streifen verursachen kann

Wenn Wasser oder Reinigungsmittel ungleichmäßig trocknen, können Schlieren und Rückstände sichtbar werden.

Deshalb empfiehlt es sich auch im Winter, stark beschienene Fenster entweder zu einem anderen Zeitpunkt zu reinigen oder abschnittsweise und zügig zu arbeiten.

Ein heller, bewölkter Wintertag ist meist unkomplizierter.

So putzt man Fenster im Winter richtig

Die grundsätzliche Vorgehensweise unterscheidet sich kaum von anderen Jahreszeiten. Wichtig ist im Winter vor allem, sparsam mit Wasser zu arbeiten und keine Flächen unnötig lange nass zu lassen.

Vorbereitung und passende Reinigungsmittel

Vor der Nassreinigung sollten grober Staub und trockener Schmutz von Fensterbank und Rahmen entfernt werden.

Für normal verschmutzte Fenster genügen meist:

  • leicht temperiertes Wasser,
  • eine kleine Menge geeigneter Reinigungslösung,
  • ein Fensterabzieher,
  • ein sauberes Tuch für Ränder und Rahmen.

Zu viel Reinigungsmittel verbessert das Ergebnis nicht automatisch. Rückstände können sogar Schlieren begünstigen.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag zu umweltfreundlichen Reinigungsmitteln.

Scheiben, Rahmen und Fensterbank richtig reinigen

Zuerst werden Rahmen und Fensterbank von losem Schmutz befreit. Danach wird die Scheibe mit wenig Wasser gereinigt und direkt abgezogen.

Besonders bei niedrigen Temperaturen sollte vermieden werden, dass größere Wassermengen in Fugen, Ecken oder auf außenliegende Fensterbänke laufen.

Fenster schnell und streifenfrei trocknen

Nach dem Reinigen wird das Wasser mit einem Abzieher entfernt. Die Gummilippe sollte regelmäßig abgewischt werden.

Feuchte Ränder können anschließend mit einem sauberen, trockenen Tuch aufgenommen werden.

Sicherheit beim Fensterputzen im Winter

Bei kalten Temperaturen entstehen zusätzliche Risiken, die bei der Reinigung berücksichtigt werden sollten.

Sicherheitshinweis: Nasse Fensterbänke, Terrassen und Gehwege können bei Frost schnell glatt werden. Wasser deshalb sofort aufnehmen und angrenzende Flächen möglichst trocken halten. Für hoch gelegene Fenster nur standsichere Leitern verwenden und niemals weit aus einem geöffneten Fenster hinauslehnen. Schwer erreichbare Außenflächen sollten im Zweifel professionell gereinigt werden.

Auch bei vermeintlich kleinen Arbeiten gilt: Sicherheit ist wichtiger als ein perfektes Reinigungsergebnis.

Typische Fehler beim Fensterputzen im Winter

Besonders vermeiden sollte man:

  • sehr heißes Wasser auf stark ausgekühltem Glas,
  • große Mengen Reinigungswasser,
  • Reinigung bei starkem Frost ohne wirklichen Bedarf,
  • nasse Fensterbänke und Gehflächen,
  • zu viel Reinigungsmittel,
  • starkes Hinauslehnen aus geöffneten Fenstern,
  • unsichere Leitern auf glattem Untergrund.

Im Winter gilt daher besonders: lieber gezielt reinigen als alle Fenster unter ungünstigen Bedingungen auf einmal zu putzen.

Wie oft sollte man Fenster im Winter reinigen?

Auch im Winter gibt es keinen festen Reinigungsrhythmus.

Wenn die Fenster im Herbst gründlich gereinigt wurden und weiterhin sauber wirken, ist häufig keine zusätzliche komplette Außenreinigung nötig.

Anders kann es bei Gebäuden an stark befahrenen Straßen aussehen. Dort können sich Staub und verkehrsbedingte Ablagerungen schneller auf den Scheiben sammeln.

Innenflächen sollten nach Bedarf gereinigt werden – insbesondere häufig berührte Glastüren und Fenster in Küche oder Wohnbereich.

Fenster selbst putzen oder professionelle Fensterreinigung nutzen?

Gut erreichbare Fenster lassen sich an einem geeigneten Wintertag meist selbst reinigen.

Bei großen Glasflächen, schwer zugänglichen Fenstern oder vielen Außenfenstern wird die Arbeit bei Kälte jedoch deutlich aufwendiger und unter Umständen auch riskanter.

Eine professionelle Fensterreinigung kann hier sinnvoll sein, insbesondere wenn ein geeigneter Termin abhängig von der Wetterlage gewählt werden soll.

Für Unternehmen, Wohnanlagen oder größere Grundstücke können im Winter zusätzlich andere wetterabhängige Arbeiten anfallen. Proctes bietet dafür unter anderem einen Winterdienst in Pforzheim an.

Fazit: Fenster putzen im Winter

Fenster putzen im Winter ist möglich, solange die Bedingungen stimmen.

Milde, frostfreie Tage sind am unkompliziertesten. Rund um den Gefrierpunkt sollte sparsam mit Wasser gearbeitet und die Oberfläche direkt getrocknet werden. Bei deutlichem Frost ist es häufig sinnvoller, die Außenreinigung zu verschieben.

Sehr heißes Wasser auf stark ausgekühltem Glas sollte vermieden werden. Wichtiger als ein fester Temperaturwert sind die tatsächlichen Bedingungen vor Ort: Frost, Wind, Sonneneinstrahlung und die Temperatur der Scheibe.

Innen- und Außenseite können zudem getrennt gereinigt werden. So bleibt man flexibel und muss nicht bei ungünstigem Wetter eine vollständige Fensterreinigung durchführen.

FAQ – Terrassendielen reinigen

Grundsätzlich ja. Rund um den Gefrierpunkt sollte jedoch nur wenig Wasser verwendet und darauf geachtet werden, dass es auf Scheiben, Rahmen oder angrenzenden Flächen nicht gefriert.

Bei leichtem Frost kann es technisch möglich sein. Wenn Wasser jedoch schnell gefriert oder sich Eis auf angrenzenden Flächen bildet, sollte die Außenreinigung besser verschoben werden.

Eine universelle Idealtemperatur gibt es nicht. Am unkompliziertesten sind milde, frostfreie Tage ohne starken Wind und ohne extreme direkte Sonneneinstrahlung.

Ja. Direktes Sonnenlicht kann einzelne Bereiche der Scheibe jedoch stärker erwärmen und dadurch eine ungleichmäßige Trocknung begünstigen.

Leicht temperiertes Wasser ist sinnvoll. Sehr heißes Wasser sollte bei stark ausgekühltem Glas vermieden werden, da große Temperaturunterschiede thermische Spannungen im Glas begünstigen können.

Am einfachsten ist es, einen frostfreien Tag zu wählen. Bei niedrigen Temperaturen sollte außerdem nur wenig Wasser verwendet und die Scheibe direkt abgezogen und getrocknet werden.

Nur wenn der Untergrund trocken, stabil und rutschfest ist. Bei Eis, Schnee oder nassen Flächen sollte auf die Leiter verzichtet werden. Schwer erreichbare Fenster sind dann besser professionell zu reinigen.

Es gibt kein festes Intervall. Wenn die Fenster sauber wirken, ist keine zusätzliche Winterreinigung erforderlich. Innenflächen und stark genutzte Glastüren können unabhängig davon nach Bedarf gereinigt werden.

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Sebastian Tynkiewicz

Autor für Fachinhalte

Wir sind die Reinigungsfirma SAUBER & EFFIZIENT aus Pforzheim und stehen für professionelle Sauberkeit auf höchstem Niveau. Wir sorgen dafür, dass jede Räumlichkeit zur Visitenkarte Ihres Unternehmens wird und ein angenehmes Arbeitsumfeld schafft.

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